Dienstag, 27. April 2010

Spaziergang mit Überraschung

Gestern hatte ich es Hasenliene ja versprochen, dass sie Cooper und mich wieder beim Gassi-Gehen begleiten dürfe. Sie war schon total aufgeregt, packte sich eine Brotzeit in ihre Tasche und war bereit für ein weiteres Abenteuer.
Wir gingen diesmal einen etwas anderen Weg und konnten viel beobachten: Amseln und kleine Spatzen, dicke Hummeln, andere Hunde und sogar einen Storch konnten wir oben im Baum sitzen sehen.
Ich wunderte mich schon ein wenig, gab es hier noch nie Störche. Aber ich freute mich dennoch. Hab sogar gleich ganz genau geschaut, ob er vielleicht ein paar blaue Federn hatte. Nee, alles weiß. Er flog aber dann auch schon wieder weg und wir gingen weiter des Weges.

Überall musste sie gucken und schauen, drehte sämtliche Steine hoch, erfreute sich an den Ameisen und erschrak  manchmal, wenn eine dicke Hummel doch etwas zu nah kam.

Und das Zwitschern der Vögel....einfach wunderschön.

Mit einem Male aber konnten wir ein Wimmern hören, ganz leise, aber dennoch so laut, dass wir stehen bleiben und schauten, woher es kam.
Und plötzlich war es ganz nah, das Wimmern, da...im hohen Gras....ja, da war etwas...

Hasenliene war sowas von mutig und schlich sich ein wenig näher an das hohe Gras ran (ich weiß nicht, was größer war: ihr Mut oder die Neugier...)

....und dann...

...Hasenliene konnte ihren Augen kaum trauen...
...da stand im hohen Gras ein kleines Körbchen mit einem kleinen Hasenmädchen...

...und es weinte ganz bitterlich!!!

Hasenliene nahm es vorsichtig aus dem Körbchen. Und sofort hörte das kleine Häschen auf zu weinen.

Das war "Liebe auf den ersten Blick".

Glücklich zeigte Hasenliene dem kleinen Hasenkind ihre Lieblingsblume:

...den Löwenzahn...

...und hätte bestimmt noch stundenlang so weitermachen können. Aber, aus Erfahrung (mit den 3 Mäusekindern von Rosalie und Bolle) wusste sie, dass so Kleine immer Hunger haben.
Wie gut, dass sie sich eine Brotzeit eingepackt hatte. Schnell suchte sie ein schönes Plätzchen in der Sonne, machte ihre Tasche auf und holte eine leckere saftige Karotte heraus.

Wieder gestärkt und mit vollem Magen machten wir uns langsam  auf den Heimweg, ohne vorher noch die Aussicht zu genießen. Hasenliene kletterte mit dem Hasenmädchen auf einen Baumstumpf (in den Baum hatte letztes Jahr im Sommer der Blitz eingeschlagen) und zeigte den Rabenwald und alles, was dazu gehört.